In der Arbeit mit dem inneren Kind wird davon ausgegangen, dass ein Mensch, der als Kind wenig Liebe und Anerkennung erfahren hat und häufig durch Missachtung, Liebesentzug, Verlassen werden oder Entwertung verletzt wurde, in seinem Selbstwertgefühl beschädigt wurde. Bei diesen Menschen reicht schon wenig Kritik um die alten Kindheitsverletzungen zu aktualisieren (zu Triggern). Sie können dadurch übermäßig kränkbar sein!
Das innere Kind bezeichnet und symbolisiert die im Gehirn gespeicherten Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungen aus der eigenen Kindheit. Hierzu gehört das ganze Spektrum intensiver Gefühle, wie unbändige Freude, abgrundtiefer Schmerz, Glück und Traurigkeit, Intuition und Neugierde, Gefühle von Verlassenheit, Angst oder Wut. Es umfasst alles innerhalb des Bereiches von Sein, Fühlen und Erleben.
Wir durften als Kinder, vor allem die negativen Gefühle nicht Leben und daher nicht so sein wie wir eigentlich sind. Wir haben uns angepasst, uns somit von unseren Emotionen und unserem eigentlichen Wesen abgeschnitten.
Damit sich so ein verletzendes Ereignis nicht noch einmal ereignet, haben wir uns eine Maske zugelegt und leben somit ein Angepasstes Leben. Als Erwachsener merken wir das irgendetwas nicht stimmt. Probleme treten im Bereich der Beziehungen, des Berufes oder der Gesundheit auf.
Wenn wir wieder mit dem inneren Kind in Kontakt treten und dadurch in Klärung gehen, die Verletzungen spüren, die Emotionen wie Wut, Angst, Aggressivität, Traurigkeit oder was auch immer noch einmal bejahend fühlen, lösen wir die Verstrickungen und die Heilung kann wie von selbst geschehen. Der Weg ist wieder frei und leicht!!!


Klingt einfach? Oder? Oftmals ist es das auch, aber leider nicht immer. Denn, wenn das damals erlebte Ereignis sehr schmerzlich war, sind die uns schützen wollenden Wächter sehr aktiv und wachsam.
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